EMD-Einheit

Ein EF-Objektiv ist immer mit einer EMD, kurz für elektromagnetische Blendengruppe, ausgestattet. Diese steuert den Blendendurchmesser elektronisch und wurde für das voll elektronische EOS-Bajonettsystem zur Datenübertragung konstruiert. Die EMD ist ein Aktuator , der den Blendenantrieb steuert und so geformt ist, dass er in den runden Tubus des Objektivs integriert werden kann. Das Modul besteht aus einer Blendenlamelleneinheit sowie einem Deformations-Schrittmotor. Die Steuerung des Blendendurchmessers übernimmt ein elektrisches Impulssignal; der Einstellungswert wird manuell mit dem elektronischen Wahlrad ausgewählt. Ebenso kann er auch automatisch von dem Mikrocomputer der Kamera bestimmt werden.


Die EMD hat verschiedene Merkmale zu bieten, die wir hier einmal näher benennen wollen. Sie hat eine Steuerung, die elektronisch ausgeführt wird, wodurch sie extrem präzise arbeitet. Durch den Antrieb des Schrittmotors lässt sich die EMD sehr gut steuern und weist ein gutes Ansprechverhalten beim Start und Stopp auf. Es entfallen hier die Erschütterungen der mechanischen Hebelverbindungen, wodurch das System sehr leise arbeitet. Die EMD bietet eine perfekte Flexibilität, wenn es um das Design es Blendenlayouts geht. Auch besteht die bessere Haltbarkeit, da der Antrieb nur gering belastet wird. Zusätzlich stärkere Motoren ermöglichen die Arbeit mit größeren Blenden. Die Blende selbst kann mit einem Knopfdruck geschlossen werden, um die Schärfentiefe zu überprüfen.

 

Die EMD hat einen Schrittmotor und ein Ritzel zur Steuerung der Rotation eines Rings. Der Ring selbst greift in die Blendenlamellen ein. Der Deformations-Schrittmotor agiert als Antriebsquelle und nutzt die Kräfte von Magneten, die mit dem Rotor und Stator verbunden sind. So wird der Rotor bei jedem elektrischen Impuls einen Schritt weiter gedreht. Der im Objektiv integrierte Mikrocomputer konvertiert das Signal vom Kameragehäuse mittels speziellen Impulsen, sodass per Digitalsteuerung exakt der erforderliche Blendendurchmesser eingestellt wird. Die Blendensteuerung wird in dem Fall also vollständig & selbstständig im Objektiv ausgeführt sobald ein elektrisches Signal von der Kamera empfangen wird. Das System bietet sehr viel Spielraum für die Zukunft und Canon hat es sogar noch geschafft, das weltweit erste Tilt-Shift Objektiv zu erstellen, welches eine automatische Blende vorweist. Die EF-Objektive können so mit anderen Geräten mit Wechselobjektiv von Canon genutzt werden bspw. der Videokamera XL2 . Die neuesten Objektive sind außerdem mit einer Tubusblende konstruiert, bei der die Lamellenform so optimiert worden ist, dass ein bestmöglicher Unschärfe-Effekt ermöglicht wird.

emd-aufbau

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